Großes Interesse an „Fußball. Vielfalt. Fankultur“

Am Abend des 14. Mai veranstaltete die KoFaS gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin den Diskussionsabend „Fußball. Vielfalt. Fankultur“. Dabei hob Robert Claus in seinem Eingangsvortrag hervor, dass die Debatte um Antidiskriminierung und Vielfalt in den vergangenen Jahrzehnten einerseits Fortschritte gemacht habe und Fanszenen, Verbände sowie Vereine für die Themen teilweise sensibilisiert seien. Doch bleiben die Themen umkämpft, der gesellschaftliche Rechtsruck ist auch im Fußball merklich und manche Verbandsmaßnahme bedarf mehr Konsequenz.

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V.l.n.r.: Ronny Blaschke interviewt Daniela Wurbs und Aleksandar Agapov.

In der anschließenden von Ronny Blaschke moderierten Diskussion hob DFB-Präsident Reinhard Grindel hervor, wie wichtig es sei auch Menschen mit Migrationshintergrund für das Ehrenamt und die Gremienarbeit zu gewinnen. Hans Sarpei betonte die Verantwortung, die Fußballer als Vorbilder haben. Daniela Wurbs und Aleksandar Agapov schilderten homofeindliche und sexistische Diskriminierungen, trotz deren Homosexuelle und Frauen sich jedoch Nischen und eigene Räume im Sport und seinen Fanszenen schaffen konnten. Rund 150 Gäste diskutierten anschließend die politischen Folgen einer umstrittenen WM in Russland sowie die Verantwortung des DFB.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Modellprojekts „Kicks für alle! Fußball. Fanszenen. Geschlechtervielfalt“ statt.